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Hallo!

 

"Leichtes bis mittleres Übergewicht korreliert mit maximaler Gesundheit" - diese Aussage ist mir schon öfter zu Ohren gekommen. Ich hab sie eigentlich immer als eine typisch methodische Schwäche von Korrelationsstudien gehalten, nämlich dass leichtes bis mittleres Übergewicht (BMI 25-30, also zb für Frauen schon ne Hausnummer weg vom "Idealgewicht", da weniger Muskelmasse) konfundiert ist: zb mit Wohlstand, Abwesenheit von ernsten Erkrankungen. Dass also nicht das Übergewicht kausal gesund ist, sondern gesunde Leute in der westlichen Welt leicht übergewichtig.

 

Nun gibts aber mehrere Studien, die diese Erklärung wohl nicht so leicht durchgehen lassen. Hier wird das auf populär-sachlicher Ebene erklärt (Bartens find ich insgesamt so semi-gut für Laien, einige Mythbuster bei seinen Beiträgen, manchmal etwas flach - egal, hier solls nur um das vorliegende Thema gehen): http://www.sueddeuts...wicht-1.2127556

 

Interessant ist 1) dass vor allem hohe Muskelmasse bei hohen BMI den maximalen Nutzen bringt, aber 2) wohl auch höherer KFA bei normaler LBM "gesund" ist.

 

1) ist nachvollziehbar, aber 2) überrascht.

 

Und was ist mit 3) niedrigem KFA und normalem BMI? Gibts da nochmal Unterschiede zwischen sportlich-aktiv (führt ja nicht bei jedem Sport zu deutlich höherer LBM) und nicht-aktiv?

 

Habt ihr Daten zu diesem Thema? Fände die Variable "KFA" interessant, aber es wird halt im allgemeinem Gesundheitswesen aus praktischen Gründen meist nur der BMI erhoben.

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Ist ein sehr interessantes Thema.

Wirklich handfeste Studien kann ich leider nicht Beitragen.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich aber evtl. etwas zusteuern.

 

Ich hatte schon einen KFA von 6% - 40%.

 

Eines kann ich mit Gewissheit sagen, jegliches extrem ist sehr anstrengend und sehr weit weg von gesund.

Unter 10% merkt man bei schweren Training wie die Gelenke und Sehnen das meckern anfangen. Abgesehen davon läuft man durchgehend schlapp und schlecht gelaunt rum. Die Performance sinkt radikal.

Alles über 17%-20% KFA führt dazu, das ich mich schwerfällig und unwohl fühle. Auch hier lässt die Leistungsfähigkeit nach.

 

Fettgewebe ist zum einen gespeicherte Reserven für den Körper, aber auch Schutz.

 

Am wohlsten fühle ich mich zwischen 12%-15%.

 

Ich denke es ist fast unmöglich eine genaue Zahl zu nennen. Zum Teil ist das ganze auch individuell, gibt einige die fühlen sich mit 10% KFA am wohlsten, andere mit 15-20%.

 

Würde man das ganze mitm guten Gauß darstellen wäre der Scheitelpunkt wohl um die 12-15%.

 

Schaut man sich nun die Reaktionen des Körpers auf Gewichtszunahme/abnahme an, ist bewiesen, das der Körper sich bei unter 10-12% sehr schwer tut fett zu verbrennen. Er steuert mit der totalen Hormonkeule dagegen. Andersrum genauso. Ist man stark übergewichtig steuert der Körper auch dagegen.

 

Vielleicht haben Johannes und Dominik aus medizinischer Sicht konkreteres.

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Danke schonmal.

 

Ich sollte dazufügen, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit natürlich zwei verschiedene Dinge sind. Ein Marathonläufer ist nur mit sehr geringem KFA leistungsfähig usw

 

Ich meinte Gesundheit iSv Lebenserwartung und Erkrankungsrate.

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Ich denke irgendwo geht das Hand in Hand. Nur ein gesundern Mensch kann langfristig leistungsfähig sein. Gehen wir mal von der 0815 Bevölkerung aus, Extremsportler sind wohl eine ziemlich schlechte Referenz. Egal ob Kraftsportler, Bodybuilder, Marathonläufer, Schwimmer oder Sprinter. Sobald es in Richtung Leistungssport geht ist es schwierig von "gesund" im eigentlichen Sinne zu sprechen. ;)

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Ja, ist sicher verbunden. Man sieht das ja an der subset-Untersuchung, dass die Gruppe mit hoher Muskelmasse eine noch bessere Gesundheit hatte als die mit niedrigerer (bei gleichem BMI, also höherem KFA). Und die hohe Muskelmasse wird sie ja nicht nur aus genetischen Gründen haben. Klar ist das alles verbunden.

 

Wird auch die typisch umgedrehte U-Kurve zwischen Leistungsfähigkeit/Sportausübung und Gesundheit sein.

 

Da allerdings die meisten mit BMI 25-30 keine Leistungssportler mit hoher Muskelmasse sind (wir dürfen von der kleinen Gruppe der Kraftsportler nicht auf die Allgemeinheit schließen), überrascht mich wie erwähnt dieser BMI-Gesundheits-Zusammenhang.

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Ich denke man muss hier unterscheiden was untersucht wird: ein gesundes Leben ist wahrscheinlich schon auch bei "idealem" BMI möglich, nur im Fall einer Erkrankung, Operation etc. ist eben die Widerstandsfähigkeit bei höherem BMI viel besser und damit das Risiko geringer, also die Sterberate.

 

Aber dass die Vorstellung von "gesund" sich im Laufe der Zeit geändert hat (der "ideale" BMI sinkt seit Jahren immer wieder) liegt sicher auch an der Diätindustrie in Verbindung mit dem Schönheitsideal.

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Aber dass die Vorstellung von "gesund" sich im Laufe der Zeit geändert hat (der "ideale" BMI sinkt seit Jahren immer wieder) liegt sicher auch an der Diätindustrie in Verbindung mit dem Schönheitsideal.

 

Da gegen steht aber die Entwicklung der laut Studien "Übergewichtigen". In Deutschland alleine sind zur Zeit rund 60% der Bevölkerung "übergewichtig". Soweit ich weiss waren das 68% bei Männern und 52% bei Frauen. Leider habe ich nichtmehr die Parameter im Kopf anhand welcher bestimmt wurde was als "übergewichtig" gilt. Allerdings war auch eine ansteigende Anzahl von adipösen Menschen aufgeführt.

Das würde gegen den sinken BMI-Wert sprechen.

Sicherlich steigt der Anteil der Diätindustrie und rein faktisch sind auch so viele deutsche wie noch nie in Fitness-Studios angemeldet (Quelle müsste ich raussuchen), aber dagegen steht halt der steigenden Anteil der Kleinverdiener, die lieber zu fettigen Fertiglebensmitteln greifen, als sich mit der Ernährung auseinander zusetzen und mehr Geld (auch wenns schwierig ist) darein zu investieren.

 

In dem Zusammenhang wundert mich umso mehr, dass anscheinend ein höherer BMI mit einer besseren Gesundheit korreliert.

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Geht nicht (nur) um Überleben bei OPs, sondern BMI und all-cause mortality/Lebenserwartung.

 

So, habe frühestens heute Abend Zeit, das richtig zu lesen, aber für alle schonmal http://www.ncbi.nlm....les/PMC4115619/ Gibt noch viele weitere Texte bei pubmed.com, Stichwort "BMI" und "mortality" "life expectancy" und was euch noch einfällt.

 

Scheint wohl nicht eindeutig zu sein, dass das Gesundheitsmaximum bei 25-30 liegt. Die U-Kurve im Text sagt eher 24. Außerdem hängt es wie erwartet von vielen Faktoren ab, die Kurve ist zB altersabhängig: bei 20-30Jährigen ist das Optimum bei 22, dann steigt es und liegt bei 50-60Jährigen bei 26. Dann noch Geschlechtsunterschiede (Frauen niedriger) und und und...

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Der BMI sollte eigentlich nach unten bewegt werden, da wir heutzutage zu wenig Muskulatur haben. Wir haben viele Leute, die von außen schlank aussehen, aber eigentlich viel viszerales Fett um die Bauchorgane mit sich rumschleppen. Das "böse" Körperfett.

 

Die Daten sind sehr umstritten - interessant ist aber auch noch das Paradoxon der fitten Fetten, was dann in der HAES Bewegung in den USA resultiert: http://examine.com/faq/can-you-be-healthy-and-obese.html (da findest du auch etwas zu BMI und gesundheitlichen Problemen)

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