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TAYCAL

Gezieltes Unterarm- und Grifftraining nach Workout

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Guten Abend,

 

Daten: image.png.2ca9d2d841d7767ecb59cd350b97bf4d.png

 

Gewicht 70kg, KFA 14%

 

Folgende Frage: Macht es Sinn, nach dem Training der Grundübungen (im Moment lerne ich noch die Technik) gezielt seine Unterarme/Griffkraft zu trainieren? Bspw. wie in folgendem Video: https://www.youtube.com/watch?v=Ej4WzltO1DA

Für die Griffkraft habe ich einen Gripper und hoffe, dass ich durch die Grundübungen dort auch stärker werde.

 

Hintergrund ist, dass ein sehr starkes Zupacken meine Technik merklich verbessert. Ich trainiere im Moment den "pronierten Griff" aus Mark Rippetoes Buch.

 

Ich freue mich auf eure Anregungen!:)

 

VG, Daniel

 

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Das dürfte in deinem Stadium noch keine besonderen Vorteile bieten. Obwohl du recht hast, dass festes zugreifen positive Auswirkungen auf die Übung hat, weil die Aktivierung der umgebenden Muskulatur besser/stärker wird. Beim Rudern heißt das bspw., dass festes Greifen die Übung (etwas) erleichtert. Wenn du allerdings den Rücken stärker belasten willst, begreifst du die Hände "nur als Haken", die du zum ziehen bei der Hantelstange oder dem Griff am Kabelzug "einhakst".

 

Bei Anfängern ist es mir persönlich immer viel lieber, der Griff gibt nach, als der Rücken... beim Kreuzheben bspw. ... ;)

 

Beim Grifftraining hast du dazu noch die "Problematik", dass fest zugreifen und fest halten zwei Paar Schuhe sind. Der Gripper sorgt also im Zweifel nicht dafür, dass dir beim Kreuzheben die Hand nicht frühzeitig aufgeht.

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vor 21 Minuten schrieb Ghost:

Das dürfte in deinem Stadium noch keine besonderen Vorteile bieten. Obwohl du recht hast, dass festes zugreifen positive Auswirkungen auf die Übung hat, weil die Aktivierung der umgebenden Muskulatur besser/stärker wird. Beim Rudern heißt das bspw., dass festes Greifen die Übung (etwas) erleichtert. Wenn du allerdings den Rücken stärker belasten willst, begreifst du die Hände "nur als Haken", die du zum ziehen bei der Hantelstange oder dem Griff am Kabelzug "einhakst".

 

Bei Anfängern ist es mir persönlich immer viel lieber, der Griff gibt nach, als der Rücken... beim Kreuzheben bspw. ... ;)

 

Beim Grifftraining hast du dazu noch die "Problematik", dass fest zugreifen und fest halten zwei Paar Schuhe sind. Der Gripper sorgt also im Zweifel nicht dafür, dass dir beim Kreuzheben die Hand nicht frühzeitig aufgeht.

Interessanter Ansatz - so geht es mir nämlich in der Praxis ;) Beim Deadlift konzentriere ich mich z.B. noch auf das Geradehalten des Rückens und die Hände geben nach. Die Hantel rutscht dann in die gekrümmten Finger hinein und hängt quasi wie auf einem Haken. Dasselbe auch beim vorgebeugten Langhantelrudern.

 

Gibt sich das denn irgendwann? Bald sitzt die Technik, dann muss der Griff auch passen. Von meinem Verständnis her trainieren Grundübungen ja zwangsläufig auch die Unterarme und Griffkraft.

 

VG

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Ich habe früher zughilfen, Kreuzgriff etc benutzt beim Kreuzheben. 

Aktuell habe ich mich von wenig Gewicht bis auf 115kg nächste Woche gesteigert und bis dato alles im Double Overhand Grip gezogen. Früher undenkbar. Habe ordentlich Griffkraft aufgebaut. Ich greife aber auch jetzt richtig, sowohl beim Kreuzheben als auch beim rudern, latzug etc.

Der Spruch, dass das Kreuzheben seine Griffkraft verbessert, bewahrheitet sich für mich hier.

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vor 17 Minuten schrieb Dosenjohannes:

Ich habe früher zughilfen, Kreuzgriff etc benutzt beim Kreuzheben. 

Aktuell habe ich mich von wenig Gewicht bis auf 115kg nächste Woche gesteigert und bis dato alles im Double Overhand Grip gezogen. Früher undenkbar. Habe ordentlich Griffkraft aufgebaut. Ich greife aber auch jetzt richtig, sowohl beim Kreuzheben als auch beim rudern, latzug etc.

Der Spruch, dass das Kreuzheben seine Griffkraft verbessert, bewahrheitet sich für mich hier.

Für mich fühlt sich der Double Overhand Grip auch natürlicher an. Kreuzgriff fühlt sich für mich unnatürlich an.

Würdest Du denn jetzt Zughilfen direkt am Anfang empfehlen? Ich mache es mir ja damit einfacher, indem ich Muskelmasse aus der Übung rausnehme. Ja - ich kann wahrscheinlich so mehr Gewicht bewegen und mehr Masse am Rücken aufbauen. Aber die Unterarme bleiben dann doch mit ihren Kraftwerten zurück, oder?

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Für Anfänger sind die Gedanken Ghosts von oben sinnvoll. Ansonsten ist es für nicht-KDK egal und deine persönliche Entscheidung, ob es sinnvoll ist, dass Griffkraft der Flaschenhals ist, bzw wie viel Lust du hast, sie zu trainieren.

 

Schau nochmal in SS nach, wie der empfohlene Griff beim KH ist, da sollte dann nichts rutschen.

 

Praktisch gibts zig (Misch-)möglichkeiten, das anzugehen. ZB Zughilfen nur wenns nicht mehr anders gehtt, Magnesia usw.

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vor 10 Stunden schrieb TAYCAL:

Interessanter Ansatz - so geht es mir nämlich in der Praxis ;) Beim Deadlift konzentriere ich mich z.B. noch auf das Geradehalten des Rückens und die Hände geben nach. Die Hantel rutscht dann in die gekrümmten Finger hinein und hängt quasi wie auf einem Haken. Dasselbe auch beim vorgebeugten Langhantelrudern.

Da würde ich von vorneherein prüfen, ob der Griff überhaupt korrekt gesetzt ist. Sonst hast du auch schnell Probleme mit Blasen/Schwielen. Mit korrektem Griff fest zupacken ist gerade beim Kreuzheben dann natürlich auch vollkommen i. O..

 

vor 10 Stunden schrieb TAYCAL:

Gibt sich das denn irgendwann? Bald sitzt die Technik, dann muss der Griff auch passen. Von meinem Verständnis her trainieren Grundübungen ja zwangsläufig auch die Unterarme und Griffkraft.

Genau... auch die Griffkraft wird sich automatisch mit verbessern. Falls es aktuell am "nicht korrekt gesetzten" Griff liegt, dann hast du an der Stelle auch (noch) kein Kraftproblem, sondern ein Problem mit deiner Technik.

 

Das wird aber sicher besser, wenn du weiter Stück für Stück daran arbeitest. Zughilfen würde ich Anfängern eher nicht empfehlen, aber mit zunehmendem Fortschritt kann das sinnvoll sein. (Man könnte als Alternative zum Kreuzgriff auch über den "Hook Grip" nachdenken, aber das sollte man auch langsam aufbauen, weil es zu Beginn sehr schmerzhaft sein kann. Aber auch das würde die "Schulterverwringung" vermeiden, die mit einem Kreuzgriff einher geht.)

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vor 11 Stunden schrieb TAYCAL:

Würdest Du denn jetzt Zughilfen direkt am Anfang empfehlen?

Nein keine zughilfen. Nur Double Overhand und zwar der richtige, wo sie Stange schon in den Fingern liegt quasi. Findest auch von rippetoe n Tutorial bei YouTube.

Ich benutze noch liquid chalk.

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vor 11 Stunden schrieb Chris:

Für Anfänger sind die Gedanken Ghosts von oben sinnvoll. Ansonsten ist es für nicht-KDK egal und deine persönliche Entscheidung, ob es sinnvoll ist, dass Griffkraft der Flaschenhals ist, bzw wie viel Lust du hast, sie zu trainieren.

 

Schau nochmal in SS nach, wie der empfohlene Griff beim KH ist, da sollte dann nichts rutschen.

 

Praktisch gibts zig (Misch-)möglichkeiten, das anzugehen. ZB Zughilfen nur wenns nicht mehr anders gehtt, Magnesia usw.

Ich versuche es jetzt erstmal weiter ohne. Noch kann ich mein Gewicht fast jedes zweite Training steigern. Und die Unterarme sind auch schon etwas dicker geworden :D

vor 3 Stunden schrieb Ghost:

Da würde ich von vorneherein prüfen, ob der Griff überhaupt korrekt gesetzt ist. Sonst hast du auch schnell Probleme mit Blasen/Schwielen. Mit korrektem Griff fest zupacken ist gerade beim Kreuzheben dann natürlich auch vollkommen i. O..

 

Genau... auch die Griffkraft wird sich automatisch mit verbessern. Falls es aktuell am "nicht korrekt gesetzten" Griff liegt, dann hast du an der Stelle auch (noch) kein Kraftproblem, sondern ein Problem mit deiner Technik.

 

Das wird aber sicher besser, wenn du weiter Stück für Stück daran arbeitest. Zughilfen würde ich Anfängern eher nicht empfehlen, aber mit zunehmendem Fortschritt kann das sinnvoll sein. (Man könnte als Alternative zum Kreuzgriff auch über den "Hook Grip" nachdenken, aber das sollte man auch langsam aufbauen, weil es zu Beginn sehr schmerzhaft sein kann. Aber auch das würde die "Schulterverwringung" vermeiden, die mit einem Kreuzgriff einher geht.)

Hook Grip schaue ich mir einmal an! Aber erstmal nur mit leichter Hantel. Interessant ist aber, wie Zughilfen bei Amazon in den Bewertungen gehypt werden. Scheinen ja später durchaus Sinn zu machen...

vor 9 Minuten schrieb Dosenjohannes:

Nein keine zughilfen. Nur Double Overhand und zwar der richtige, wo sie Stange schon in den Fingern liegt quasi. Findest auch von rippetoe n Tutorial bei YouTube.

Ich benutze noch liquid chalk.

Liquid Chark darf ich leider nicht benutzen. Von Rippetoe habe ich das Tutorial jetzt gesehen sowie mir nochmal im Buch alles angesehen :) Ich denke schon drüber nach, das Studio wegen der Kreide-Geschichte zu wechseln... Darf man bei mcfit mit Kreide hantieren, trainiert da jemand von euch?

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Liquid chalk macht eigentlich keinen Staub oder irgendwas. Wenn man die Hantelstange danach mit diesem Desinfektionszeug abwischt, verstehe ich nicht wie ein Studiobesitzer was dagegen haben könnte.

Hast du da mal drüber gesprochen? Dass Kreide/Magnesia, oder was das ist, nicht erlaubt ist, kann man ja gut verstehen.

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Bei McFit habe ich nie gefragt, ob ich Liquid Chalk verwenden darf und habe es einfach getan - ich war aber auch nicht der einzige. In de mGym, in dem ich jetzt trainiere, hat mich der Trainer an die Studioleiterin verwiesen. Also habe ich ihr das Zeug auf die Hände getan, ihr gezeigt, dass es größtenteils an den Händen bleibt und danach leicht abzuwischen ist - woraufhin sie es mir erlaubt hat. Mittlerweile benutzen fast alle, die im Freihantelbereich (ernsthaft) trainieren Liquid Chalk - und die Ausrichung des Studios ist eher Wellness & Reha (die Leute die deswegen da sind, gehören nicht zu den Leuten, die ich meine).

 

Zum Thema: Gerade in deinem Bereich würde ich erstmal ohne Zughilfen und im double overhand / pronated Grip weitermachen. Wenn deine Griffkraft dich beim Deadlift irgendwann limitiert, dann benutzt du den double overhand grip trotzdem bei den leichteren (warm up sets) so lange, wie es geht und steigst für die schweren Sets auf Hook- oder Kreuzgriff um. Zughilfen kannst du später immer noch benutzen, wenn du gezielt die Griffkraft rauslassen willst.

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vor einer Stunde schrieb Chris:

Es gibt keinen Grund, für nicht-KDK Kreuzgriff oder hook grip statt Zughilfen zu verwenden.

Beim Hook Grip kann ich deine Aussage noch bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen - aber bei beiden Varianten habe ich eine stärkere Belastung für den Unterarm, als wenn Zughilfen verwendet werden. Wenn das Ziel "Unterarm-Training" ist, dann würde ich hier genau aus dem Grund tendenziell widersprechen, bin aber auf deine Argumente gespannt, von denen ich mich gerne überzeugen lasse.

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Eigentlich sind beides einfach Techniken, die die Kraft effektiver umsetzen. Das kann man daran erkennen, dass man - Schmerzen mal ausgenommen :) - sofort mit beiden Techniken mehr ziehen kann. Das kann also nciht daher kommen, dass innerhalb von 5 Minuten die Unterarme hypertrophiert sind, sondern dass die Griffe einen höheren Wirkungsgrad haben. Ähnliches bewirkt ja auch Magnesia (höhere Reibung bei gleicher Druckkraft) ...und ähnliches eben auch Zughilfen!

 

Aber selbst wenn es so wäre, ist wie gesagt entscheidend, was das Ziel ist: Wenn jemand so viel Griffkraft haben möchte, dass er alles ohne Hilfsmittel in einem bestimmten Griff machen kann - dann sollte er sie natürlich trainieren. Oder wenn es nichts ausmacht, dass die Griffkraft die Übung limitiert (was bei Anfängern ja gar nicht so schlimm ist, wenn man eh bisschen auf die Bremse treten will wg passiven Strukturen und Technik). Wenn Griffkraft aber nur der lästige Flaschenhals ist, der verhindert, dass andere Muskeln ausbelastet werden und ich aber keine Lust auf Griffkrafttraing habe - dann behebe ich diesen Flaschenhals.

 

Und wenn man Zughilfen genauso handhabt wie den hook grip oder Kreuzgriff, sie nämlich nur dann einzusetzen, wenns nicht mehr geht mit double overhand - dann hat man Griffkrafttraining, bequemes gesundes Heben - und keinen Flaschenhals.

 

 

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Die konkrete Beantwortung meiner Frage hast du jetzt irgendwie ausgelassen: Worin liegt der Vorteil von Zughilfen gegenüber Kreuz- oder Hookgrip?

Auf der Seite der beiden Griffvarianten steht immerhin ein stärkerer Trainingsreiz für die Griffkraft.

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Beim Kreuzgriff hat man die eher unerwünschte "Schulterverwringung"... kann man zwar im Training mit umgehen, muss aber nicht sein...

 

Für ästhetische Ziele (Bodybuilding), sehe ich für den Rücken auch nicht zwingend große Vorteile beim Kreuzheben, weil die große Gesamtbelastung der Übung (konventionelles Kreuzheben) problematisch werden kann. (Nicht umsonst hat man die Übung bzw. spezifischere Varianten für die Beine (RDL, SLDL) auch eher am Beintag und nicht am Rückentag; sofern man nicht für Powerlifting jeder Wettkampfübung einen eigenen Tag widmet.) Ab einem bestimmten Stand (Trainingsgewicht) legen sehr viele Bodybuilder die Übung oft ans Ende des Rückentages (wenn sie überhaupt dort trainiert wird) oder verzichten gleich ganz darauf.

IMHO wird der Vorteil der großen Mehrgelenksübungen mit dem Ziel "Bodybuilding" zu oft zum Nachteil, so dass man ab Fortgeschrittenen-Stadium (Advanced) häufiger zu anderen Lösungen greift... (Bis dahin haben die meisten Bodybuilder aber bereits ein sehr ansprechendes Niveau bei den Grundübungen erreicht. ;) )

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vor 1 Stunde schrieb Carter:

Die konkrete Beantwortung meiner Frage hast du jetzt irgendwie ausgelassen: Worin liegt der Vorteil von Zughilfen gegenüber Kreuz- oder Hookgrip?

 

Irgendwie hab ich sie beantwortet :) :

 

Zitat

Und wenn man Zughilfen genauso handhabt wie den hook grip oder Kreuzgriff, sie nämlich nur dann einzusetzen, wenns nicht mehr geht mit double overhand - dann hat man Griffkrafttraining, bequemes gesundes Heben - und keinen Flaschenhals.

------------------------

Zitat

Auf der Seite der beiden Griffvarianten steht immerhin ein stärkerer Trainingsreiz für die Griffkraft.

Zitat

 

Eigentlich sind beides einfach Techniken, die die Kraft effektiver umsetzen. Das kann man daran erkennen, dass man - Schmerzen mal ausgenommen :) - sofort mit beiden Techniken mehr ziehen kann. Das kann also nciht daher kommen, dass innerhalb von 5 Minuten die Unterarme hypertrophiert sind, sondern dass die Griffe einen höheren Wirkungsgrad haben. Ähnliches bewirkt ja auch Magnesia (höhere Reibung bei gleicher Druckkraft) ...und ähnliches eben auch Zughilfen!

 

Aber selbst wenn es so wäre, ist wie gesagt entscheidend, was das Ziel ist: Wenn jemand so viel Griffkraft haben möchte, dass er alles ohne Hilfsmittel in einem bestimmten Griff machen kann - dann sollte er sie natürlich trainieren. Oder wenn es nichts ausmacht, dass die Griffkraft die Übung limitiert (was bei Anfängern ja gar nicht so schlimm ist, wenn man eh bisschen auf die Bremse treten will wg passiven Strukturen und Technik). Wenn Griffkraft aber nur der lästige Flaschenhals ist, der verhindert, dass andere Muskeln ausbelastet werden und ich aber keine Lust auf Griffkrafttraing habe - dann behebe ich diesen Flaschenhals.

 

 

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vor 4 Stunden schrieb Carter:

Die konkrete Beantwortung meiner Frage hast du jetzt irgendwie ausgelassen: Worin liegt der Vorteil von Zughilfen gegenüber Kreuz- oder Hookgrip?

Auf der Seite der beiden Griffvarianten steht immerhin ein stärkerer Trainingsreiz für die Griffkraft.

Auch wenn Chris schon geantwortet hat, stellst du hier die falsche Frage. Die Frage müsste sein "Was ist der Vorteil von Kreuzgriff/Hook gegenüber Zughilfen", da im Gegensatz zu diesen beiden die Zughilfen, außer den von dir genannten Punkt, keinen wirklichen Nachteil haben. 

 

Nachteile Hookgrip: Schmerzen und Taubheitsgefühl im Daumen. Und ist dies als Hobbysportler notwendig? Ich weiß, dass derzeit der Hookgrip super hip ist aber meiner Meinung nach ist das nur ein unnötiger Hype.

 

Nachteil Kreuzgriff: ungleichmäßige Belastung (hierbei trotzdem fraglich, ob das überhaupt schädlich ist auf lange Sicht) und ganz ganz ganz geringe Chance auf Bizepsverletzung.

 

Nachteil Zughilfen: weniger Arbeit für Unterarme.

 

Und da würde ich, wenn jemand nicht an Powerlifting interessiert ist immer die Zughilfen empfehlen.

 

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vor 19 Minuten schrieb Robkay:

Auch wenn Chris schon geantwortet hat, stellst du hier die falsche Frage. Die Frage müsste sein "Was ist der Vorteil von Kreuzgriff/Hook gegenüber Zughilfen", da im Gegensatz zu diesen beiden die Zughilfen, außer den von dir genannten Punkt, keinen wirklichen Nachteil haben. 

Sorry, aber das ist ist doch totaler Quatsch. Ob du die Frage nun so oder anders herum stellst, spielt überhaupt keine Rolle, solange du die beiden Griff-Varianten mit Zughilfen objektiv vergleichst.

Der Nachteil von Zughilfen ist doch offensichtlich: der Trainingsreiz für die Unterarme ist geringer als bei beiden Griffvarianten. Der Vorteil von Zughilfen ist dafür jedoch, dass ich mehr Gewicht bewegen kann, als im pronierten Griff, d.h. ich kann den Rest der beteiligten Muskulatur einer höheren Trainingsintensität aussetzen (ohne dass der Daumen wehtut oder ich Schulter/Bizeps einer höheren Belastung aussetze).

Für die Leute, die allein auf Hypertrophie trainieren, ist das - wie Ghost schon schrieb - bis zu einem gewissen Punkt interessant. Für Schwackpunkt Training auch - wenn denn in dem Bereich ein Schwachpunkt vorliegen sollte, denn normalerweise ist ja die Griffkraft eher der limitierende Faktor.

Für Performance (und das geht meiner Meinung nach über KDK hinaus, ich mache z.B. keinen KDK, dennoch steht für mich Performance als Trainingsziel vor allen anderen Dingen, und Griffkraft spielt da relativ häufig eine Rolle, Hypertrophie ist mir hingegen relativ egal) sieht das aber ganz anders aus. Was bringt es mir, theoretisch schwere Sachen Heben zu können, wenn ich gerade meine Zughilfen (im Real Life) nicht dabei habe? Da ist es doch nutzlos, wenn der Rest meines Körpers in Lage wäre, eine Last zu bewegen, denn das schwächste Glied der Kette ist der limitierende Faktor.

 

Ich persönlich habe so lange im pronierten Griff gehoben, wie es ging. Jetzt benutze ich den pronierten Griff immernoch zum Aufwärmen und in den ersten 1-2 Worksets (kommt drauf an, was danach noch kommt und ob ich meine Griffkraft schonen will) und wechsel dann auf den Kreuzgriff, wobei ich die Hand, die supiniert greift, von Set zu Set und von Einheit zu Einheit durchwechsel, um eine gleichmäßige Belastung zu gewährleisten.

Im echten Leben muss ich ja im Zweifelsfall auch in der Lage sein, schwere Lasten im supinierten Griff zu heben (habe neulich einem Freund geholfen, ein Klavier aus dem Haus seiner Großeltern zu bewegen, da konnte man auch nur supiniert zupacken...).

Wer mit der Kraft, die er durch gezieltes Krafttraining erreicht, auch etwas anfangen will, sollte seine Griffkraft mMn nicht vernachlässigen - zumindest bis zu einem gewissen Grad -, denn sie wird ihn in der Regel schneller limitieren, als andere Dinge.

 

 

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Ich gehe hier (mittlerweile vllt erst) mit Carter konform. Lieber den Rest der Muskulatur beim Kreuzheben weniger reizen, dafür aber die Griffkraft real umsetzen. Wenn man Hypertrophie will, kann man ja assistance einbauen und muss das nicht mit schwerem Kreuzheben regeln.

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Finde nicht, dass man eine Real Life Situation damit vergleichen kannst, denn da scheitert es immer daran, dass man eben keine Situation wie im Kraftraum hat, bei der das zu bewegende Gewicht genau über dem Mittelfuß ist und man es umgreifen kann.

 

Klar hat man einen gewissen Übertrag, aber macht es da einen Unterschied, ob ich jetzt 200kg oder nur 170kg halten kann für 10 Sekunden? Meist ist doch der schlechte Hebel oder, dass das zu tragende Stück zu klobig ist, das Problem. (Wie sieht es mit dem Hookgrip in solchen Situationen aus? Hat die dadurch größere Griffkraft überhaupt einen Übertrag auf pronierten Griff beim Möbelschleppen?)

 

Wenn einem der Trainingseffekt im Sinne von mehr halten zu können wichtig ist, dann kann man das natürlich so machen. Aber falls es nur um die Hypertrophie des Unterarmes geht, machen diese 15 Reps pro Woche sehr wahrscheinlich keinen Unterschied. Und falls doch, dann kann man auch noch zwei Sätze Unterarmtraining machen.

 

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Ok, zum dritten Mal der Hinweis:

Zitat

Eigentlich sind beides einfach Techniken, die die Kraft effektiver umsetzen. Das kann man daran erkennen, dass man - Schmerzen mal ausgenommen - sofort mit beiden Techniken mehr ziehen kann. Das kann also nciht daher kommen, dass innerhalb von 5 Minuten die Unterarme hypertrophiert sind, sondern dass die Griffe einen höheren Wirkungsgrad haben. Ähnliches bewirkt ja auch Magnesia (höhere Reibung bei gleicher Druckkraft) ...und ähnliches eben auch Zughilfen!

 

Zum dritten Mal ebenso der Hinweis:

Zitat

Und wenn man Zughilfen genauso handhabt wie den hook grip oder Kreuzgriff, sie nämlich nur dann einzusetzen, wenns nicht mehr geht mit double overhand - dann hat man Griffkrafttraining, bequemes gesundes Heben - und keinen Flaschenhals.

 

[Nebenbei bemerkt: Wer es auf Unterarmkraft, und damit auch -hypertrophie abgesehen hat, der hat sowieso nicht so viel von isometrischen Übungen alleine - Robkays Anmerkung mit 15 reps trifft da ins Schwarze. Denn wie alle Muskeln wachsen auch Unterarmmuskeln besser durch dynamische Kontraktionen. Wobei man, will man das aus optischen Gründen, sowieso bedenken sollte, dass dicke Unterarme die Oberarme schmaler erscheinen lassen - was ein Dilemma! ;) Ist so ähnlich wie der Fehler, traps zu trainieren, wenn man die Erscheinung einer breiten Schulter hervorrufen möchte...]

 

Durch die höheren Lasten, die die Zughilfen in den Arbeitssätzen - oder auch nur in dem Arbeitssatz, ab den man sie braucht! - ermöglichen, bekommt man in den Aufwärmsätzen einen höheren Trainingsreiz für double overhand. Man bekommt also sowieso ein hervorragendes, sicheres Griffkrafttraining, auch mit Zughilfen.

 

Wobei der Transfer für Hebesituationen im Alltag sowieso ein ganz diffuser ist: Wie Robkay schon anmerkte, haben wirs dort fast nie mit idealen Hebelsituationen zu tun. Da ist der Schwerpunkt weg vom Mittelfuß, man arbeitet isometrisch bis exzentrisch (Treppe abwärts, bsd wenn man der obere Träger ist). Profis nehmen übrigens, um den Überschuss der Rückenkraft zu nutzen ...Tragegurte! :) Sieht man es so dringend vom Alltagstransfer aus, ist gerade ein guter Überschuss der restlichen Kraft ggüber der Griffkraft ein sinnvolles Sicherheitspolster. Da sollten die Hände auf jeden Fall eher aufgehen, als immer noch zuzupacken, wenn der Rücken trotz bester Aufmerksamkeit (die bei komplizierten Manövern zu zweit schnell überfordert ist) in ungewohnten, asymmetrischen Positionen über sein Limit kommt. Ein Limit, das höher sein kann, wenn man mit Zughilfen trainiert. Die meisten Verletzungen passieren bekanntlich nicht bei bewusst kontrollierten Bewegungen.

 

Das ist sowieso eine recht akademische Betrachtung, weil man für spezifische Anlässe, also wenn man dauernd schwer im Alltag hebt, dann das Training auch spezifisch ausrichten müsste. Exzentrische Bewegungen, viel unilateral, Kraftausdauer usw. Konv. KH 3x5 ist da sowieso recht mau im Übertrag.

 

Deshalb sollte man sich da keinen großen Kopf machen, die angenehmste und sicherste Methode im Training wählen. Das ist nach dem Anfängertraining mit dem Argument Ghosts, die Griffkraft ruhig limitieren zu lassen, Zughilfen zu verwenden.

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