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Gast Dominik S.

ETF (Exchange-traded fund) und andere Anlageformen

Empfohlene Beiträge

Gast Dominik S.

Wer von euch kennt sich mit ETFs (Wikipedia) aus und hat ggf. schon einen ETF-Sparplan oder andere Arten der Altersvorsorge eingerichtet?

 

Ich spiele derzeit mit dem Gedanken, einen ETF-Sparplan einzurichten und habe mir diesbezüglich die für mich attraktivsten Indizes angeschaut:

 

@ Moderationsteam

Die Links zu justetf.com können auch entfernt werden, wenn das schon als Werbung gelten sollte.

 

Zitat
iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc)
ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH
 
iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF
ISIN IE00BKM4GZ66, WKN A111X9
 
iShares Core DAX UCITS ETF (DE)
ISIN DE0005933931, WKN 593393
 
iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (DE)
ISIN DE000A0F5UF5, WKN A0F5UF

 

Überlege derzeit noch, wie ich die einzelnen Indizes prozentual gewichte.

 

Also ob ich gleichmäßig für alle Indizes jeweils 25% ansetze oder ob ich meine Favoriten etwas höher gewichte.

 

Alle diejenigen, die sich mit dem Thema "ETF" oder mit den o.g. Indizes auskennen oder dafür interessieren sind herzlich zur Diskussion eingeladen.

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Ich hatte mir vor etlicher Zeit mal diese hier rausgesucht:

 

A1JS9A iShares MSCI ACWI thes.
A0HGV0 iShares MSCI World auss.
UB42AA UBS MSCI EM auss.
A0H0785 Euro Bonds auss.

 

thes=thesaurierend

auss=ausschüttend

 

Das ist soweit ich weiß das Standard Portfolio gewesen. 

Ein all country, ein World, dann einen emerging Market als Rendite Booster mit mehr Risiko natürlich.

Und Euro ist halt die Frage, ob man seine Heimatregion bevorzugen will oder eher nicht, weil man ja eh vom europäischen Markt abhängig ist.

Man kann auch einfach erstmal mit nem ACWI und nem EM anfangen und gut. Zu viel aufgesplitte bringt meistens keinen Mehrwert, aber mehr Arbeit und/oder Gebühren.

 

Ich würde immer auf ausschüttende gehen. Zumindest kam es mir damals sinnvoll vor, weil du mit der Versteuerung später, wenn du über dem Freibetrag bist (ja, das dauert, aber irgendwann ist es soweit), die Steuern von der Ausschüttung bezahlen kannst und das ausgeschüttete Kapital für dein Rebalancing benutzen kannst.

Ansonsten müsstest du (falls rebalancing gewünscht) jedes Jahr mehr extra reinbuttern als vllt gewollt oder du verschiebst deine geplanten Anteile. Beim Rebalancing sollte man sich auch eher Prozent Ranges statt feste Werte setzen, also sowas wie: 65-75% ACWI und 25-35% EM z.B.

 

Im Prinzip ist es genauso wie mit dem Muskelaufbau.

Ziel setzen, Plan dafür überlegen und dann dabei bleiben bis es einen guten Grund für eine Änderung gibt. Z.B. es geht dichter auf die Rente zu und du willst mehr auf Anleihen setzen z.B.

Immer langfristig denken, Kopp dicht machen und durchziehen. Wenn man vom Plan oder den Zielen nicht überzeugt ist, wird man seine Strategie natürlich auch nicht durchziehen und beim kleinsten Kursrutsch handeln wollen, was natürlich meistens nur Kosten nach sich zieht...

 

Was immer zu bedenken ist, es bleibt trotz großer Streuung Spekulation. Das Geld muss verfügbar sein und nicht gebraucht werden. Es steht dir bspw. im Zweifelsfall nicht für einen Hauskauf/Umbau/Renovierung zur Verfügung wenn der Markt gerade im Keller ist.

 

Achja und ganz wichtig: Gebühren killen dir deine Rendite. Aber bei ETFs ist man da ja schon sehr niedrig angesiedelt. Soweit ich das sehe, willst du nen Sparplan verfolgen

 

Ich glaube das war erstmal alles was mir so dazu einfällt...

 

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+1

 

Überleg dir wieviel Geld du verlieren kannst, ohne unruhig zu schlafen. 

 

Das doppelte davon legst du in einen globalen ETF mit minimaler Gebühr.  MSCI hat ein strukturiertes Index System, so dass man mit ETFs auf diesen Indizes überschneidungsfrei investieren kann bzw mit bewussten Überschneidungen. 

 

Mein Tipp ohne jegliche Haftung MSCI ACWI, damit hast du World und Emerging Markets und gut. 

 

Das restliche Vermögen in Immobilien und Proteinpulver investieren :)

 

PS: meine profitabelsten Investitionen waren die in mich selbst, insbesondere in meinen 20ern. So als Gedankenanstoss. 

 

PPS: mit einem solchen Indexportfolio wird jedes Jahr einer deiner Kumpels eine bessere Performance machen als du. Das tolle ist, es ist jedes Jahr jemand anderes. Und nach 10 Jahren heulen die Jungs bitterlich ob deiner stressfreien Rendite. 

 

 

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Gast Dominik S.

// edit: Paar Sachen ergänzt und hübscher formatiert.

 

Vorab schon einmal "Danke!" für eure Beiträge.

 

Ich finde es echt spannend, wie gut man heutzutage im Internet auf Informationsquellen stößt, die das ganze Thema rund um ETFs auch für Laien verständlich erklären. Unter anderem: https://www.finanzwesir.com/ Sehr lehrreich und gleichzeitig (für meinen Geschmack) mit sehr amüsantem Schreibstil.

 

Klar habe ich Wirtschaftsinformatik studiert, aber deshalb bin ich noch lange kein Finanzexperte, sondern betrachte mich schlichtweg als Laie.

 

Persönlich habe ich nach bisheriger Recherche für mich die Entscheidung getroffen, auch das "keep it simple" Prinzip zu verfolgen, welches unter anderem auch ein Albert Warnecke (der Finanzwesir) favorisiert. Solche Haarspaltereien wie: "Nehme ich lieber den MSCI ACWI oder doch lieber eine individuell gewichtete Kombination aus MSCI World und MSCI Emerging Markets?" machen den Kohl am Ende nicht fett, damit verliert man sich in unnötigen Details.

 

Persönlich bin ich nach meiner Recherche in div. Finanzblogs und -foren nicht mehr vom DAX überzeugt und auch die Emerging Markets reizen mich nicht mehr. Mein Fokus liegt daher auf dem MSCI World* (als Index mit breiter Streuung – jedoch ohne die Schwellenlänger – und einem vergleichsweise moderaten Risiko) und als kleinen Schmankerl dem Nasdaq 100* (als Index mit Fokus auf die US-Tech-Riesen, natürlich mit höherem Risiko aber gleichzeitig höheren Renditemöglichkeiten). Je nach persönlicher Risikobereitschaft kann man sich über die Gewichtung dann ja immer noch überlegen, wie stark man beide Indizes besparen will. Ich werde vermutlich 70/30 fahren, also 70% MSCI World und 30% Nasdaq 100, um die FAANGs noch etwas mehr zu gewichten.

 

Zudem kann ich persönlich mit beiden Indizes ruhig schlafen, denn Crashs gibt es immer, aber bislang erfolgte auf einen Crash oder auf eine (Finanz-)Krise auch immer eine Erholung. Eine tolle Erklärung mit Schaubildern hat justETF.com im Artikel "20 Jahre Rückblick: Was wäre mein Portfolio heute wert?" gepostet. Sei es das Platzen der Dotcom-Blase im März 2000, die Finanzkrise ab 2007 oder die Eurokrise ab 2010. Die Kunst ist vielmehr psychologischer Natur, indem man nicht in Panik verfällt und übereilt verkauft, sondern langfristig denkt, ganz getreu der "Buy & Hold"-Strategie. (Eine tolle Analogie ist hier tatsächlich das "program hopping" -> man sollte also auch in der Finanzwelt tunlichst kein "program hopping" betreiben, sondern möglichst ruhig und gelassen ein Ziel über Jahr(zehnt)e verfolgen.)

 

In diesem Sinne werde ich, nachdem ich jahrelang immer nur Tagesgeldkonten bespart habe, nun auch einen Teil des Einkommens in einen ETF-Sparplan fließen lassen. Der kann dann gerne bis zum Renteneintrittsalter laufen, also ab heute gerechnet wohl (mindestens) 40 Jahre lang. Und ich bin überzeugt: Ganz egal, welche (Finanz-)Krisen es in den kommenden 10, 20 oder 30 Jahren geben wird – die Wahrscheinlichkeit, dass man nach 40 Jahren den ETF-Sparplan auflöst und dann die Hälfte seines Ersparten verliert, ist relativ gering. Nicht ausgeschlossen, aber gering.

 

PS: Kleines Geheimnis: Ich finde es absolut dufte, dass wir scheinbar echt ähnliche Ansichten vertreten, was das ganze Thema rund um ETFs betrifft. Denn wie ich euch jetzt verrate, habe ich diesen Beitrag von mir zuerst getippt, ehe ich mir soeben eure zwei Beiträge durchgelesen habe. Spannend, aber umso cooler!

 

* konkret habe ich mich für die folgenden Indizes entschieden:

Zitat

 

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:rolleyes:

 

hatte mir vor einigen Monaten ein Telefoncoaching beim Finanzwesir gegönnt. Daher vermutlich die Ähnlichkeit. Er hat aber die Erfahrungen aus meinem Umfeld voll auf den Punkt gebracht. 

 

Nicht Unwissen sondern die Psychologie verhindern den Erfolg, wie beim Muskelaufbau. 

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Geht hier letztlich um Vermögensaufbau. Da rate ich dringend dazu, die Möglichkeit eines Exits in Betracht zu ziehen. D.h. Aufbau und Verkauf eines Unternehmens. Die meisten können sich gar nicht vorstellen, wie viele Unternehmen jedes Jahr gekauft werden. Und die wenigsten davon sind irgendwelche hippen Startups, sondern stinknormale Unternehmen. 

 

 

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Gast Dominik S.
vor einer Stunde schrieb ExKugelStosser:

Geht hier letztlich um Vermögensaufbau. Da rate ich dringend dazu, die Möglichkeit eines Exits in Betracht zu ziehen. D.h. Aufbau und Verkauf eines Unternehmens. [...]

Und genau da würde ich differenzieren und behaupten, dass nicht jeder Mensch die richtige Einstellung, das notwendige Engagement (gerade in den Startjahren) und die erforderliche Risikobereitschaft für eine Unternehmensgründung mitbringt. Ich persönlich konnte mir noch nie vorstellen, ein Unternehmen zu gründen und aufzubauen. Weder während meiner Schulzeit, noch während meiner Informatikausbildung, noch während meines Wirtschaftinformatikstudiums, noch während der ersten Jahre im Berufsleben. Und auch heute kann ich mir dies nicht vorstellen, da ich vom "Typ Mensch" lieber ein klassisches Angestelltenverhältnis habe, mit der Option in Zukunft auch personelle Führungsverantwortung zu übernehmen.

 

Deshalb magst du sicherlich Recht damit haben, dass der erfolgreiche Aufbau eines Unternehmens wirtschaftlich sehr wertvoll sein kann. Aber vermutlich ist das keine Variante, die für alle Menschen in Betracht kommt. Ähnlich wie das Investment in risikobehaftete Anlagen. Erst jetzt, mit 27,5 Jahren, kommt auf einmal auch ein ETF-Sparplan für mich in Betracht, weil ich mir trotz des vorhandenen Risikos (im Vergleich zu sicheren Anlagen wie Tagesgeld, Festgeld und Co.) sage: Ich kann 40 Jahre lang jeden Monat eine mittlere dreistellige Summe in den ETF-Sparplan investieren und 40 Jahre lang auf dieses Geld verzichten. Und solange ich nach 40 Jahren nicht die Hälfte des dort angesparten Vermögens verloren habe (was zwar möglich, aber je nach Auswahl der Indizes relativ unwahrscheinlich ist) sondern im Bestfeld auch noch Rendite gemacht habe, ist doch alles gut.

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Hast du dir denn überlegt ob du thesaurierende oder ausschüttende nehmen willst? Glaube der Finanzwesir hat begründet warum er lieber ausschüttende nimmt.

Wenn ich mich recht entsinne aus den von mir genannten Gründen, Rebalancing und Steuern vom Gewinn zahlen können.

 

EDIT: OK, wenn wir alle den Finanzwesir als Quelle haben, wird der Austausch wahrscheinlich nicht so viel neues ergeben. XD

Aber es hat halt alles hand und Fuß was er schreibt oder im Podcast mit dem Finanzrocker erzählt.

Unser ganzes Geld steckt halt momentan im Haus...

Und da sagt der Wesir ja auch, das erstmal abbezahlen und sich dann weiter Gedanken machen.

Der schwarze Schwan und so...

Ab Hauskauf habe ich das Thema quasi ad acta gelegt, vor jetzt gut 2 Jahren.

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Gast Dominik S.

// Edit: Paar Sachen ergänzt.

 

Der von mir gewählte MSCI World (WKN: A0RPWH) ist thesaurierend, während der von mir gewählte Nasdaq 100 (WKN: A0F5UF) ausschüttend ist. Wollte auch da eine gewisse Diversifikation haben, daher einmal thesaurierend und einmal ausschüttend.

 

Das mit den Steuern wird ja auch erst dann relevant, wenn der Sparerpauschbetrag (verheiratet -> Zusammenveranlagung -> 1602 EUR) gesprengt wird. Und die Steuererklärung ist dank des Investmentsteuerreformgesetzes seit 01.01.2018 ja auch einfacher, da die Anlage KAP nicht mehr ausgefüllt werden muss, also auch nicht, wenn man ausländisch thesaurierende Fonds hat, wie etwa den o.g. MSCI World mit Fondsdomizil in Irland. (Der o.g. Nasdaq 100 hat als Fondsdomizil übrigens Deutschland, wäre aber in dem Fall eh irrelevant, weil ausschüttend.)

 

Zum Thema Haus:

 

Wir planen für unsere spätere Zukunft auch das Investment in ein Eigenheim.***

 

*** EDIT vom 10.08.2018 - nach gründlicher Recherche hat sich unsere (= Frau u. ich) Meinung stark verändert, ganz klar zu Gunsten des Mietverhältnisses. Wer mehr über unsere Gedankengänge diesbezüglich erfahren will, möge mich einfach darauf ansprechen.

 

Eine Eigentumswohnung kommt für uns nicht in Frage, da man dort "Wand an Wand" oder "Decke an Decke" mit anderen Parteien zusammenwohnt. Nicht gerade vorteilhaft, wenn man dann auf Nachbarn stößt, die kein Verständnis dafür haben, dass Kinder auch mal laut(er) sind. Zwar muss üblicher Kindeslärm von Mitmietern toleriert werden, aber trotzdem hat man dann nur Ärger mit den Nachbarn. Deshalb sind wir froh, uns derzeit mit der Oma meiner Frau ein Haus zu teilen. Wir wohnen im gesamten Obergeschoss und die Oma im Erdgeschoss. Lediglich die Küche teilen wir uns gemeinsam, da es im Haus (logisch) keine zwei Küchen gibt.

 

Aber natürlich wollen wir uns irgendwann auch etwas Eigenes aufbauen. Für unseren zukünftigen Hausbau oder -kauf fließen daher bislang (und auch weiterhin) monatliche Beträge auf mein Tagesgeldkonto. Bisheriger Plan war, dass ich in 10 Jahren (dann bin ich 37) in etwa 100.000 - 150.000 EUR zusammengespart habe, damit nicht mehr so eine große Lücke zwischen dem Eigenkapital und den Kosten für Grundstück und Haus klafft. Kann mich persönlich nämlich nicht damit anfreunden, eine jahrzehntelange Verbindlichkeit gegenüber einem Kreditinstitut einzugehen, weshalb ich erstmal eine gewisse Grundsumme ansparen möchte. Beim dann noch offenen Differenzbetrag kann man ja immer noch schauen, was man dann macht.

 

Muss mich in der Hinsicht aber vielleicht auch noch einmal tiefer in die verschiedenen Möglichkeiten einlesen. Ja, wir wollen irgendwann mit Ende 30 oder Anfang 40 ein eigenes modernes (hinsichtlich Energieeffizienz, Dämmung, Heizung etc.) Haus bauen oder kaufen. Soviel steht eigentlich schon fest. Welche Finanzierungsmöglichkeiten es da noch gibt (die Wenigsten werden mit 30 Jahren schon 200.000 EUR oder mehr angespart haben) weiß ich ehrlich gesagt gar nicht.

 

Da das Haus, in dem wir derzeit wohnen, schon älter ist (in den 1960er Jahren gebaut) und starke Alterserscheinungen hat, kommt eine Sanierung für uns nicht in Frage. Daher wäre es ggf. auch eine Option, in x Jahren das alte Haus abreißen zu lassen (natürlich vorausgesetzt, dass die Oma meiner Frau in x Jahren nicht mehr dort wohnt) und das Grundstück neu bebauen zu lassen. Damit kommt man teilweise deutlich günstiger Weg (rund 20.000 - 25.000 EUR), als beim Kauf eines unbebauten Grundstücks (> 50.000 EUR).

 

Würde mich freuen, wenn ihr hier eure Meinungen und Erfahrungen abgeben würdet.

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vor 6 Minuten schrieb Dominik S.:

Kann mich persönlich nämlich nicht damit anfreunden, eine jahrzehntelange Verbindlichkeit gegenüber einem Kreditinstitut einzugehen, weshalb ich erstmal eine gewisse Grundsumme ansparen möchte.

Kann ich einerseits verstehen, andererseits kann das auch eine Milchmädchenrechnung werden...

 

...klar, ohne eine gewisse Grundsumme (ca. 20-25% der Kreditsumme bspw.) wird es u. U. problematisch... Andererseits kann der Zins steigen und 10 Jahre Ansparen sind u. U. eben auch ein Zeitraum, wo du schon abbezahlen könntest. Über den Zeitraum passiert sowieso so viel... Egal wie, du willst tendenziell aber auf jeden Fall eher mit dem Abbezahlen durch sein, bevor du in Rente gehst. ;)  Längere Kreditlaufzeiten mit verlässlichem Zinssatz (statt nach 10 Jahren neu verhandeln zu müssen) können auch ungemein beruhigend sein, sofern dein Job recht sicher ist. Die Raten so zu gestalten, dass du sie auch noch zahlen kannst, wenn da mal etwas schief geht, ist IMHO auch enorm wichtig (d. h. im Zweifel etwas niedriger, als du vermutlich könntest; was du zusätzlich ansparen kannst, wird auch so dabei helfen, wenn du so die Restsumme evtl. vorzeitig ablösen kannst oder genug für nötige Instandhaltungsarbeiten oder andere Kosten hast).

 

Fraglich wäre in dem Zusammenhang halt, ob du das Eigenheim oder die hier bisher diskutierte Altersvorsorge forcieren solltest.

 

vor 9 Minuten schrieb Dominik S.:

Da das Haus, in dem wir derzeit wohnen, schon älter ist (in den 1960er Jahren gebaut) und starke Alterserscheinungen hat, kommt eine Sanierung für uns nicht in Frage.

Das sollte man vom Einzelfall und von den Möglichkeiten der Sanierung abhängig machen... Aber ich gebe zu, wenn man sich da ausschließlich auf Fremde verlassen muss, was die Einschätzung dazu angeht, ist das eine unangenehme Abwägung.

 

Auf demselben Grundstück zu bauen, erfordert ja auch eine Wohnmöglichkeit woanders, die kosten wird.

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Also meine Frau und ich haben uns jetzt ein Eigenheim gekauft. Dabei hatten wir keinerlei Eigenkapital. 

 

Ich weiß nicht wie das bei euch mit dem Haus aussieht aber wir hatten einfach keine Lust mehr monatlich Miete zu bezahlen. Das ist für uns einfach rausgeworfenes Geld gewesen. 

Nun bezahlen wir natürlich alles in allem einiges mehr monatlich ab aber dafür ist das dann auch für unser Eigenheim und nicht für eine scheiß Wohnungsbaugesellschaft, die sich einen Dreck um die Mieter schert. 

 

Ob das die klügste Idee war kann ich nicht sagen aber der Kredit ist zumindest nach 30 Jahren komplett abbezahlt und wir haben für den kompletten Zeitraum eine Zinsbindung, da ich davon ausgehe, dass die Zinsen nicht sinken werden in 10-20 Jahren. 

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@Dominik S. Genauso wie Krafttraining nicht für jeden ist, ist Unternehmertum nix für jeden. Mir fällt lediglich auf, dass es viele Selbständige gibt, die einen Unternehmensverkauf gar nicht auf dem Radar haben, weil sie schlicht niemand in ihrem Umfeld haben, der das schon mal gemacht hat. (Privatiers hängen gerne unter sich und zu normalen Arbeitszeiten ab ;) ) 

 

Deine Hauskaufpläne könnten mit einer mMn wieder steigenden Inflation recht schnell ein "moving target" werden... 

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@Dominik S.

Coole Idee das zu machen! Hab diese Woche meine Rentenversicherungen gekündigt, weil ich da keinen wirklichen Überblick hatte. Werde den Thread hier aber mitverfolgen weil ich mich nach dem Studium wenn ich Vollzeit arbeite sofort um sowas kümmern will!

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vor 6 Minuten schrieb Barbell Ground:

Du könntest auch mal mit einem TECIS Mitarbeiter sprechen

 

Du meinst, der würde ihm verraten, was er NICHT machen soll? 

 

Finanzberater ist auf Provision aus, was das genaue Gegenteil deiner Interessen ist. Solange der nicht einen klar definierten Betrag für die Beratung von seinem Kunden erhält, liegt ein deutlicher Interessenskonflikt vor.  Weiterhin, wenn er gut wäre, müsste er den Job nicht machen, daher sind die Jungs für mich völlig unglaubwürdig.

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vor 17 Minuten schrieb ExKugelStosser:

 

Du meinst, der würde ihm verraten, was er NICHT machen soll? 

 

Finanzberater ist auf Provision aus, was das genaue Gegenteil deiner Interessen ist. Solange der nicht einen klar definierten Betrag für die Beratung von seinem Kunden erhält, liegt ein deutlicher Interessenskonflikt vor.  Weiterhin, wenn er gut wäre, müsste er den Job nicht machen, daher sind die Jungs für mich völlig unglaubwürdig.

1. Dazu muss ich sagen dass ich aus genau diesen Gründen meine Versicherung(en) die ich bei ihm abgeschlossen hab gekündigt habe. 

 

2. Kannst du die Aussage auch etwas detaillierter oder genauer definieren? Das ist halt so ne allgemein gehaltene Aussage die Sinn macht, aber halt auch nicht direkt begründet ist. 

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Ganz allgemein.... Für eine eher unabhängige, individuelle Beratung würde ich eher die Verbraucherzentralen oder Arbeitnehmerkammern aufsuchen. Allen anderen kann man vermutlich ein mehr oder weniger starkes Eigeninteresse unterstellen (auch hier werden Ausnahmen die Regel bestätigen).

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Gast Dominik S.

@Ghost @Robkay

 

*** EDIT vom 10.08.2018 - nach gründlicher Recherche hat sich unsere (= Frau u. ich) Meinung stark verändert, ganz klar zu Gunsten des Mietverhältnisses. Wer mehr über unsere Gedankengänge diesbezüglich erfahren will, möge mich einfach darauf ansprechen.

 

Da das Haus der Familie gehört, haben wir den Luxus, keine Miete bezahlen zu müssen, sondern lediglich Strom-, Wasser- und Heizkosten.

 

Das macht es natürlich möglich, jeden Monat kräftig zu sparen.

 

Bislang ging alles auf's Tagesgeld. Und aufgrund meiner o.g. Recherchen finde ich einen ETF-Sparplan jetzt auch interessant.

 

Das mit dem "Haus abreißen und Grundstück neu bebauen" war übrigens nur ein Hirngespinst von mir, um die Kosten mit einem Grundstückskauf zu vergleichen. Denn als Besitzer des Grundstücks und des Hauses entscheiden natürlich die Eltern meiner Frau über dessen Nutzung.

 

Deshalb war es für mich naheliegend, einige (~ 10) Jahre weiterhin kräftig zu sparen, bis irgendwann (Ende 30, Anfang 40) ein gewisses Eigenkapital für den Erwerb eines eigenen Grundstücks sowie dem Bau eines Hauses zur Verfügung steht, sodass nur noch ein gewisser Differenzbetrag finanziert werden muss.

 

Bei derart hohen Beträgen (selbst bei unseren vergleichsweise geringen Ansprüchen müssten wir für ein entsprechendes Grundstück in unserer Stadt mit mindestens 40.000 bis 80.000€ rechnen und darauf dann weitere mindestens 150.000 - 200.000€ für das zu bauende Haus, womit wir in Summe bei 200.000 bis 300.000€ lägen) kann man nicht ohne Eigenkapitel einsteigen, es sei denn, man will eine Vollfinanzierung anstreben, was ja auch wieder seine Nachteile hat.

 

Von daher fand ich das mit dem ETF-Sparplan erstmal recht attraktiv. D.h. weiterhin monatlich das Tagesgeld besparen (um damit ein Eigenkapital für zukünftigen Hausbau oder -kauf aufzubauen) und daneben noch einen ETF-Sparplan aufsetzen, um einen zweiten langfristigen Sparhorizont (> 10 Jahre, gerne 40 Jahre bis Renteneintritt) zu haben. Und gleichzeitig von den geringen Lebenshaltungskosten profitieren, die wir haben, solange wir uns weiterhin das Haus mit der Oma meiner Frau teilen.

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Dominik, dein Plan ist mMn schlüssig für deine spezielle Situation. 

 

Für eine Inflationsabsicherung könntest du einen Teil der Ersparnisse auch in ein Renditeobjekt aka Studiwohnung stecken. Blöd ist aber, wenn du nur eine Wohnung hast wegen Klumpenrisiko bei Mietnomade oder anderen Renditekillern. 

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vor 1 Stunde schrieb Barbell Ground:

...

2. Kannst du die Aussage auch etwas detaillierter oder genauer definieren? Das ist halt so ne allgemein gehaltene Aussage die Sinn macht, aber halt auch nicht direkt begründet ist. 

Der Finanzberater lebt in Deutschland regelmäßig von den Provisionen der Wertpapiere die du kaufst. D.h. er empfiehlt die Papiere mit den höchsten Provisionen für ihn und nicht die mit den besten Renditen. Die Provision zahlst du über die Gebühren der Fonds etc. was deine Rendite weiter schmälert. 

Gebührengünstig sind passive Anlagen d.h. indexbasiert. Aktive Anlagen schlagen auf lange Sicht nur zu einem verschwindend geringen Anteil die Indizes gegen die sie bzgl Rendite/Risiko antreten. D.h. sie sind teurer und performen schlechter. 

 

Weiterhin wird der Berater möglichst häufig dein Portfolio umschichten (churning) damit er wieder Gebühren erhält.  Zuguter letzt besteht die Gefahr des Frontrunning, d.h. er handelt kurz vor dir und profitiert davon, wenn seine Mandaten ihm nachfolgen. 

 

Kurzum, es gibt kaum eine verschlagenere Branche als die Finanzanlage. Ich habe aus Spass mal die Postgraduate Ausbildung zum Certified International Investment Analyst (CIIA) gemacht. Da treffen Inkompetenz und Gier aufeinander, keine förderliche Kombination. 

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Neben den genannten Aspekten immer auch die steuerliche Seite betrachten. Kann man Verluste geltend machen, wo ist das Ganze ansässig etc. Solche Dinge erzählt einem der Finanzberater nämlich häufig nicht.

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vor 20 Stunden schrieb ExKugelStosser:

Der Finanzberater lebt in Deutschland regelmäßig von den Provisionen der Wertpapiere die du kaufst. D.h. er empfiehlt die Papiere mit den höchsten Provisionen für ihn und nicht die mit den besten Renditen. Die Provision zahlst du über die Gebühren der Fonds etc. was deine Rendite weiter schmälert. 

Gebührengünstig sind passive Anlagen d.h. indexbasiert. Aktive Anlagen schlagen auf lange Sicht nur zu einem verschwindend geringen Anteil die Indizes gegen die sie bzgl Rendite/Risiko antreten. D.h. sie sind teurer und performen schlechter. 

 

Weiterhin wird der Berater möglichst häufig dein Portfolio umschichten (churning) damit er wieder Gebühren erhält.  Zuguter letzt besteht die Gefahr des Frontrunning, d.h. er handelt kurz vor dir und profitiert davon, wenn seine Mandaten ihm nachfolgen. 

 

Kurzum, es gibt kaum eine verschlagenere Branche als die Finanzanlage. Ich habe aus Spass mal die Postgraduate Ausbildung zum Certified International Investment Analyst (CIIA) gemacht. Da treffen Inkompetenz und Gier aufeinander, keine förderliche Kombination. 

Danke man! Dann wars auch ne gute Entscheidung die Sachen zu kündigen 

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Gast Dominik S.

Für diejenigen, die das Thema interessiert:

 

Ich habe im Finanzwesir-Blog (https://www.finanzwesir.com/blog) einen Kommentar unter den aktuellsten ETF-Artikel (Einer ist gut, zwei wären besser, am besten wären drei) gepostet.

 

Meine bisherigen Kommentaren kopiere ich hier mal in die Zitatbox.

 

Wer auch die Kommentare lesen möchte, die dort ggf. noch folgen werden, muss selbst den o.g. Artikel aufrufen und dann nach unten zur Kommentarsektion scrollen. Meinen Kommentar habe ich am 08. August abgegeben, Benutzername "Dominik".

 

Zitat

Hallo an den Finanzwesir und an die Finanzwesir-Community,

 

ich habe mich in den vergangenen Tagen und Wochen mit ETFs als langfristige Anlageform beschäftigt und mir mein erstes Grundwissen dazu angeeignet. Vielen Dank dafür an dich, Albert, für die tollen und zumeist leicht verständlichen Informationen, die du uns Lesern und Hörern in deinem Blog und im spitzenmäßigen "Der Finanzwesir rockt"-Podcast kostenlos zur Verfügung stellst. Ganz großes Lob!

 

Kurz noch etwas zu meiner Person, bevor ich am Ende meine Frage formuliere:

 

Ich bin 27 Jahre jung, habe Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) studiert, arbeite seither in der IT, befinde mich in einer sicheren Festanstellung und verdiene derzeit rund 50.000 EUR brutto pro Jahr, mit vertraglich zugesicherten (und fixen) Steigerungen für die kommenden 6 Jahre. Ich bin verheiratet und der Hauptverdiener in der Familie. Meine Frau (sie ist berufstätig in Teilzeit) und ich haben ein gemeinsames Kind von knapp 4 Jahren. Unsere Familienplanung ist abgeschlossen. Wir wohnen derzeit günstig zur Miete und favorisieren auch in unserem weiteren Leben das Wohnen zur Miete, darüber sind wir uns einig. Der Erwerb einer eigenen Immobilie kommt für uns also nicht in Frage, auch nicht in Zukunft. Die Verantwortung, die mit der Instandhaltung und Pflege eines eigenen Hauses einhergeht, möchten wir nicht.

 

Zum Sparverhalten: Bislang habe ich jeden Monat 1.250 EUR meines Nettogehalts auf ein Tagesgeldkonto überwiesen. Nachdem ich mich nun intensiver mit ETFs beschäftigt habe, möchte ich für die Zukunft einen ETF-Sparplan einrichten und diesen mit 500 EUR monatlich besparen. Der Anlagehorizont beträgt in etwa 40 Jahre, d.h. bis zur Rente kann ich auf diesen Teil meines Geldes verzichten; sowohl finanziell, als auch psychisch. Die Einrichtung des ETF-Sparplans will ich in den nächsten Tagen erledigen, sobald ich die Zugangsdaten zu meinem Depot von meinem Broker erhalten habe.

 

Nun meine Frage:

 

Eine der klassischen Empfehlungen ist es, sich einfach einen MSCI World (sowie ggf. noch einen MSCI Emerging Markets) ETF auszusuchen und diese monatlich (z.B. im Verhältnis 80/20) zu besparen.

 

Wenn ich (persönlich!) vollstes Vertrauen in eine positive Entwicklung der Unternehmen im NASDAQ-100 über die kommenden 40 Jahre habe, und (wieder persönlich!) eher weniger Vertrauen in die Emerging Markets, wäre es dann legitim, dass ich für den ETF-Sparplan eine Kombination aus MSCI World und NASDAQ-100 bespare?

 

Über Antworten der Community sowie vom Finanzwesir persönlich würde ich mich sehr freuen!

 

Viele Grüße
Dominik

 

Die erste Antwort darauf, vom "Schwachzocker":

 

Zitat

Hallo Dominik!

"Wenn ich (persönlich!) vollstes Vertrauen in eine positive Entwicklung der Unternehmen im NASDAQ-100 über die kommenden 40 Jahre habe, und (wieder persönlich!) eher weniger Vertrauen in die Emerging Markets, wäre es dann legitim, dass ich für den ETF-Sparplan eine Kombination aus MSCI World und NASDAQ-100 bespare?"

Selbstverständlich ist das legitim (rechtlich nicht zu beanstanden). Ob es hingegen sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Wenn man so viel Vertrauen in die Unternehmen des NASDAQ100 hat, dann wäre es ja nur logisch, genau diese zu besparen. Wozu benötigst Du denn noch einen MSCI World? Eventuell, weil Du doch nicht so viel Vertrauen hast?

 

Die Grundidee beim passiven Investieren ist ja gerade, dass man Dinge wie Vertrauen, Angst, Glaube und Gefühle ausblendet und einfach weltweit gestreut investiert. Das macht man natürlich nur dann, wenn man die Zukunft nicht kennt und eben kein Vertrauen in bestimmte Länder oder Unternehmen hat. Wenn Du hingegen die Zukunft kennst und Vertrauen in bestimmte Länder oder Unternehmen hast, ist das natürlich nichts für Dich. Dazu wird Dir aber niemand etwas vernünftiges sagen können. Manche User werden es genauso sehen wie Du und dieses Vertrauen ebenfalls haben, andere nicht.

 

So ist Dein Vorhaben bislang jedenfalls nicht sachlich begründet, sondern basiert auf Gefühlen. Und dazu kann man eben nichts vernünftiges sagen.

 

Meine Antwort:

 

Zitat

Hallo Schwachzocker,

 

zunächst vielen Dank für deine Antwort!

 

Auf deine Frage, wozu ich (neben dem NASDAQ-100 ETF) noch den MSCI World ETF benötige, möchte ich gerne eingehen.

 

Einerseits bin ich absolut überzeugt von der positiven Weiterentwicklung des IT-Sektors. Die größten Unternehmen (nach Marktkapitalisierung) wie etwa Apple, Alphabet, Microsoft und Facebook werden sich in meinen Augen auch in den kommenden Jahrzehnten weiterentwickeln (müssen). Persönlich glaube ich an den Erfolg dieser Unternehmen, wenn sie auch in Zukunft mit der Zeit gehen (oder ihrer Zeit teils sogar voraus sind) und gute Lösungen für Megatrends wie beispielsweise Connectivity, Digitalization, Health, Mobility, Security anbieten. Sicherlich liegt bei mir aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit in der IT ein gewisser IT-Bias vor. Aber wenn ich der Branche nicht vertrauen würde, dann hätte ich den NASDAQ-100 nicht einmal mit der Kneifzange angefasst.

 

Soviel dazu. Auf der anderen Seite habe ich aber auch keine Glaskugel und bin mir der Tatsache bewusst, dass ich mit einem ausschließlichen Investment in den NASDAQ-100 ETF nur einen sehr kleinen Sektor (und nur sehr wenige Unternehmen) besparen würde, was entsprechend riskanter ist, als das Investment in einen Großteil des internationalen Marktes. Wenn ich ein derart hohes Risiko eingehen wollen würde (was ich nicht tue), dann könnte ich mir ja gleich die Rosinen wie Apple. Alphabet und Co. herauspicken und dort in einzelne Aktien investieren.

 

Da ich aber nicht auf Teufel komm raus auf maximale Rendite aus bin, sondern meine Investitionen schon ein bisschen diversifizieren möchte, habe ich persönlich für mich die Entscheidung getroffen, eine Kombination aus MSCI World (für die Investition in einen marktbreiten Index) und NASDAQ-100 (für die stärkere Gewichtung meiner favorisierten Unternehmen) zu wählen.

 

Ich habe meinen ETF-Sparplan übrigens heute angelegt (monatliche Sparrate: 500€) und mich dabei für eine 70/30 Verteilung (300€ MSCI World / 150€ NASDAQ-100) entschieden. Falls es den Unternehmen im NASDAQ-100 im Jahre 2050 aus irgendwelchen Gründen nicht mehr so gut gehen sollte wie heute, so habe ich dann immer noch etwas Rückendeckung vom breiteren MSCI World.

 

Daher die Entscheidung für die gezielte Besparung zweier ETFs.

 

Gerne weitere Anregungen/Fragen/Kommentare hierzu. Finde den Austausch super.

 

Viele Grüße
Dominik

 

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Kann den Artikel von Stiftung Finanztest über das bequeme investieren mit ETFs empfehlen. „Geldanlage für Bequeme: Das Pantoffel-Portfolio“. Kann man sich auch unten die PDF kaufen.

 

Eine Lehre, die ich für mich gezogen habe: im Zweifel lieber konservativ. Es ist verdammt hart Schwankungen auszusitzen (härter als man sich davor ausmalt). Ein konservatives Portfolio (25% Aktien / 75% Anleihen) liefert langfristig knapp 6% Rendite. 75% Aktien / 25% Anleihen hingegen eher 8%.

Von der Idee, man hätte Ahnung, was in Zukunft gut laufen werde, würde ich auch komplett Abstand nehmen. Wenn das irgend jemand mit einer Warhscheinlichkeit von über 50% wüsste, hätte er eine Gelddruckmaschine. Warum sollte man selbst ausgerechnet derjenige sein? ^^

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sehr guter Input. 

 

Bei Indizes wie dem NASDAQ muss man sich mal die PEG anschauen, d.h.  das Kurs-Gewinn-Verhältnis geteilt durch das Gewinn-Wachstum. Theoretisch sollte das etwa 1 betragen für eine 'faire' Bewertung. 

 

Ohne nachzuprüfen gehe ich davon aus, dass der NASDAQ ein PEG von weit über 1 hat. Ob das dauerhaft so läuft ist fraglich. Und von einem PEG von 2 auf 1 verliert man halt 50% ... 

 

Amazon ist eine Ausnahmeerscheinung und übertrifft die aus dem Umsatzwachstum genährten Gewinnfantasien. Facebook wird das eher nicht gelingen. 

 

Weiterhin würde ich mir auf jeden Fall die Regeln für die Indexzusammensetzung anschauen. Ein Index fällt ja nicht vom Himmel, sondern wird regelmässig Unternehmen abstossen und aufnehmen. Da sind mMn die Indizes bspw der Deutschen Börse intelligenter als die US Indizes. Die Indexregeln sind quasi der Portfoliomanager deines Indexfonds. 

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