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Chris

Artikel rotes Fleisch auf der Hauptseite

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Hallo Johannes!

 

Ich finde den Artikel sehr gut. Nur das Evolutionsargument ist - wie so oft - irrelevant und ich würde es deshalb weglassen. Ich habe das glaube ich schonmal im Forum ausführlich erklärt warum. Es erstaunt mich immer wieder, wie selbst Fachleute wie diese Vereinigung auf diesen Denkfehler reinfallen.

Kurzgesagt: Was evolutionär sinnvoll war //= aus unserer heutigen Sicht, unter unseren heutigen Bedingungen "gesund".

Da muss man nichtmal unseren heutigen Lebensstil ins Felde führen wie bei der Diskussion um die Kalorienmenge (was früher "je mehr desto besser" war, ist heute "ausreichend ist besser als zuviel").

Sondern simpel der Fakt, dass die Evolution sich nicht kümmert, was jenseits der 30 passiert mit der Gesundheit der Menschen. Wenn ein Verhalten die Reproduktion förderte - und dafür war Überleben bis max. 30 die wichtigste Voraussetzung, dann war das evolutionär sinnvoll.

Ob ein Stoff langfristig ungesund war, zB krebserregend, interessiert die Evolution nicht, wenn mit spätestens Ende 30 alle Faktoren für die Reproduktion vorbei waren.

Und bis Ende 30 bekommt praktisch kein Mensch Krebs durch seine Ernährungsgewohnheiten, außer er frißt Uran. :) Das evolutionäre Argument ist deshalb nichtig für die Beurteilung einer Sache hinsichtlich heutiger Maßstäbe von langfristiger Gesundheit.

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Genau mein Gedanke, als ich das über die Evolution gelesen hab. Wobei ich das "bis 30" schon ein wenig relativieren würde. Älter als 30 zu werden bringt evolutionär schon noch Vorteile, für Männer auf jeden Fall auch direkt durch Zeugung. Ausserdem ist es mit Zeugung/Geburt ja noch nicht getan, die Kinder müssen auch grossgezogen werden. Und zu guter letzt gibt es im Familien/Stammesgefüge sogar noch überlebensrelevante Aufgaben für Grosseltern. Es wird ja auch irgendeinen evolutionären Grund geben, dass der Mensch das Potential hat, so alt zu werden. Trotzdem würde ich davon ausgehen, dass ein Ableben ab 50 oder 60 evolutionär kaum noch Auswirkungen hat und es auch ok ist, wenn längst nicht alle Individuen, dieses Alter überhaupt erreichen. Ausserdem ist die verfügbare Nahrung, die das Überleben ermöglicht, nicht gleichzusetzen mit der idealen Ernährung. Und das, selbst wenn sich der Organismus evolutionär an das Nahrungsangebot angepasst hat.

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Ja klar, der Mensch hat extrem lange Aufzuchtzeiten. Da bringt es was, die Überlebensfähigkeit der Nachkommen lange zu fördern.

 

Allerdings erreichten wsl im Großteil der Evolution des Menschen die Eltern nicht das Alter für die maximal lange Betreuung ihrer Nachkommen. Ich denke 35-40 wäre wsl ein guter Tipp für das häufigste Sterbealter (wenn die ersten Lebensjahre überlebt wurden). Hab ja auch u.a. "Ende 30" geschrieben. Hat jemand Infos darüber?

bearbeitet von Chris

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Ich stimme zu, nicht alles was vor langer Zeit gegeben war ist automatisch immer gesund bzw. das Beste dafür. Ich denke, das Evolutionsargument wird jedoch als eine grobe Heuristik gesehen. Weil man unterstellt, dass unsere Gene sich über viele 10000 Jahre an die damaligen Umweltbedingungen angepasst haben. Bzw. andere Gene ausselektiert wurden.

 

Bei vielen Dingen deckt es sich ja auch gut. Bspw. unverarbeitete Nahrungsmittel essen, mehr bewegen etc.

Ein paar weitere Gedanken bzgl > 30 J:
 

Geht ja nicht nur um Langlebigkeit, sondern bspw.:
 

  • war ein Immunsystem auf gutem Niveau auch für Jüngere nicht unwichtig.
  • bessere Widerstandsfähigkeit bei Verletzungen / Wundheilung usw.
  • auch ein evolutionärer Vorteil: hohe Fruchtbarkeit/Spermienqualität, weniger Fehlgeburten, weniger Missbildungen / Behinderungen beim Nachwuchs.

 

Außerdem könnten ältere Menschen für eine ganze Spezies durchaus Fitness-Vorteile bieten. Z.B. beim Nachwuchs mithelfen oder schlicht durch große Erfahrung besser durch Krisen, Kriege usw. geführt und Wissen weitergegeben haben.

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