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Hallo zusammen,

 

erstmal möchte ich mich kurz vorstellen bevor ich zu meiner (für mich) recht dringenden Frage komme und hoffentlich eine Antwort finde.

 

Ich bin Til, 26 Jahre alt, 1,89m groß, Körperfettanteil und Gewicht zu Beginn der HSD lagen bei 87,1kg/21,7%, jetzt an Tag 10 bei 84,8kg und 19,6%, funktioniert also ganz wunderbar! Leider musste ich mir heute aufgrund meiner rheumatischen Erkrankung einer Kortisoninfusion unterziehen, womit ich auch direkt zu meiner Frage komme:

 

Da ich in meinem Medizinstudium gelernt habe, dass Kortison i.v. verabreicht die Glukoneogenese in der Leber ankurbelt, bin ich gerade am Überlegen ob es so schlau ist die HSD weiterzuführen. Hier mal meine Gedanken dazu laut ausgeschrieben:

In der HSD produziert der Körper die Glukose aus Proteinen (siehe HSD-Guide S.39). Dem Abbau von Muskelmasse (welchen man ja nicht möchte) wird vorgebeugt durch die proteinreiche Ernährung und das Krafttraining. Wenn ich jetzt durch den erhöhten Cortisolspiegel, mehr Glukoneogenese habe, sind dann nicht trotz der proteinreichen Ernährung die Muskeln in größerer Gefahr abgebaut zu werden, da der Körper ja im Stress versucht soviel Glukose wie nur geht bereitzustellen (sprich er alle Proteine aus der Nahrung umwandelt und danach einfach mit den Muskeln weitermacht) ?

 

Ich hoffe meine Frage ist halbwegs verständlich nachzuvollziehen und ich würde mich wirklich sehr über eure Gedanken oder eine Lösung freuen!

Beste Grüße,

Til

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Hi Til,

solche medizinischen Fragen sind immer ganz schwer zu beantworten. Denn ehrlicherweise, weiß man solche Dinge nicht genau. Man kann aber Vermutung anstellen.

Generell halte ich es für recht unwahrscheinlich, dass dein Körper auf einmal deine Muskeln angeht. Allein, schon wenn du überlegst wie viel Glukose zu jeder Zeit in der Blutbahn sind (ca. 5 g). Das sind alles minimale Mengen, die durch eine hohe Proteinzufuhr sehr wahrscheinlich gedeckt werden. 

Wenn du diese Infusionen chronisch über lange Zeiträume bekommst kann sich natürlich etwas grundlegend verschieben. Nach dem Motto: "steter Tropfen höhlt den Stein". Aber selbst dann wird eine gute Proteinzufuhr und Krafttraining der maximale Schutz dagegen sein.

Ob sich die Infusionen ansonsten generell mit einer Diät verstehen, bitte mit einem fähigen Arzt absprechen. 

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Danke Johannes für die schnelle Hilfe!

 

Ich habe heute tatsächlich mit einem Endokrinologen gesprochen (praktisch wenn man im PJ ist) und die Quintessenz war tatsächlich die Selbe wie in deiner Antwort: Der Kortisoneffekt variiert stark von Person zu Person, dazu kommt noch, dass die verschiedenen Präparate teilweise komplett unterschiedlich wirken. In dem worst outcome einer Behandlung (Stammfettsucht, Muskelabbau etc.), wäre die Proteinzufuhr und das Krafttraining der beste Schutz...

 

Insofern werde ich jetzt einfach weiter die 4 Wochen HSD durchziehen. Da es keine Dauertherapie, sondern eh nur eine einmalige Gabe war, hoffe ich einfach das sich die Resultate weiterhin so sehen lassen werden :) Lieben Dank auf jeden Fall nochmal für deinen Rat!

bearbeitet von tiltheman
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Super, dass du da nochmal eine gute Einschätzung bekommen hast. Gerade wenn es eine einmalige Gabe war, wirst du da nichts davon merken. Kortison hat auch eine recht kurze Halbwertszeit. Mögliche Effekte sind nach einigen Stunden sowieso weg :)

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